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Wenn der Ploppa plappern darf

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In der aktuellen Ausgabe des marburger Magazin Express darf Hermann Plopper, [image:23 align=right border=1 nolink=1 hspace=5 vspace=5 size=thumbnail] auch bekannt als Dauerplapperer im "Unerhört" - ein Marburger Rasdiosender ohne Kommerz, dafür für Volkes Stimme - eine ganze Seite lang über die armen unterdrückten islamischen Völker daherschwadronieren und sich als Verleugner der Shoa outen.

Der Artikel "Schachbrett Mittlerer Osten" kündigt ein"heftiges" Buch von Martin Baraki an, was unter "heftig" zu verstehen ist, ahnt man, wenn man sich diese Seite lauter Lügen, Verharmlosungen und antisemitischer Projektionen vergegenwertigt hat: Bei Ploppa existieren lauter Völker - sie sind seine Schachfiguren, die von bösen Strippenziehern im Westen - allen voran natürlich in den USA - gezogen werden. Das alte antiimperialistische Weltbild von den Guten Völker, die in ihrer Kultur, in ihrer Eigenartigkeit von mächtigen westlichen Nationen beraubt und unterdrückt werden, wäre eigentlich langweilig und keine Zeile wert, wenn der Express hier nicht sich des Einverständnisses seiner Leser so sicher sein könnte.

A call: Manifestation on May 12th 2002 in Berlin

May 8th 1945 - May 14th 1948
Never forget! Solidarity with Israel!

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After the unconditional surrender of Nazi Germany on May 8th 1945, Jewish survivors, who had survived concentration camps, exile, resistance and illegality, began to search for a place, which could provide effective protection from anti-Semitism. In a world, which was organized in nations, where anti-Semitism continued to exist in spite of and then because of Auschwitz, it seemed obvious to found their own state for this purpose. It is true, that there was a Zionist movement before: But the foundation of the state of Israel on May 14th 1948 was a consequence from the Shoa in the first place.

Streiken. Wieso?

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9. November 1997 in Marburg: Zum Gedenken an die Reichspogromnacht geben Esther und Edna Bejerano ein Konzert in der Universitätskirche. Zur selben Zeit marschieren durch die Stadt etwa 100 Faschos der Jungen Nationaldemokraten - der größte Fascho-Aufmarsch, den Marburg seit 1945 erlebt hat, genehmigt und geheimgehalten durch Oberbürgermeister Möller.

10. November 1997 in Marburg: Die erste Studentische Vollversammlung findet statt, über einen Streik soll beraten werden. Zu Beginn der VV wird ein Text verlesen, der auf die Ereignisse vom Vortag eingeht, Möller angreift, und erklärt, daß eine Studibewegung nur dann einen Sinn haben kann, wenn sie sich mit nationalistischen und antisemitischen Tendenzen in der Gesellschaft auseinandersetzt. Die Frau, die den Text verliest, wird mit Sätzen wie: "Das gehört nicht hierher!" oder "Was geht's uns an?" niedergebrüllt. Sie kann schließlich nur zu Ende reden, weil die Redeleitung damit droht, daß die VV erst dann weiter gehe, wenn die Rednerin fertig ist. Das wirkt, schließlich wollen die Studis ihren Streik beschließen.

Einige Tage später in Marburg: Streik-AktivistInnen interviewen OB Möller für Radio Unerhört Marburg (ein freies Radio) zum Thema Streik und Universität. Ja, auch er solidarisiere sich mit einigen Forderungen der Studierenden, schließlich sei die Universität ja so wichtig für die Stadt. Das Wort Standort fällt, die FragerInnen sind zufrieden, keine einzige Frage zum 9. November - auch Möller soll Teil der Bewegung sein.

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