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Dezember 2007

Hanukkah with the Bushes

By Jeff Jacoby
December 17, 2007

On the 7th night of Hanukkah in 1944, my father was in Auschwitz. He had been deported with his family to the Nazi extermination camp eight months earlier; by Hanukkah, only my father was still alive. That year, he kindled no Hanukkah lights. In Auschwitz, where anything and everything was punishable by death, any Jew caught practicing his religion could expect to be sent to the gas chambers, or shot on the spot.

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Betrifft: Friedensforschung

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Ein Pladoyer für die Schließung eines Fachbereiches

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Vor einiger Zeit gab das Kosmopolitbüro in Marburg die Broschüre "Intifada an der Uni" heraus. Ein Seminar am Institut Politikwissenschaft mit dem Titel "Der Nahostkonflikt und die sozialistische Internationale", in dem Studenten endlich mal ganz offen über Israel vom Leder ziehen durften, veranlaßte die Gruppe damals zu dieser Intervention. Diese Schrift lies die Wellen hochschlagen: während man am Fachbereich mit Nervösität die Autorinnen ausfindig machen wollte wegen unflätigen Beleidungen (und als dieses wird Kritik am Antisemtismus ja immer verstanden) fühlte man sich in der linken Szene durchweg auf den Schlips getreten, immerhin hatte es jemand gewagt, linke Marburger Ikonen wie Kühnl und Abendroth auseinanderzunehmen und darüber hinaus in einem Editorial diverse linke Projekte des mittelhessischen Kleinstädtchens als rückständig, reaktionär und vor allem mit dem Islam kollaborierend zu beschreiben.

U- und S- Bahn fahren in Hamburg

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In Hamburg kommt man um das Benutzen der öffentlichen Verkehrsmittel gar nicht rum. Das ist teuer, hat aber den Vorteil, daß man auch einiges sieht und beobachten kann. Meind Freund zum Beispiel berichtete mir letztens, dass er eine junge Frau mit Koptuch in der U-Bahn beobachtet hat, die erwartungsvoll lächelte, sie war in Begleitung einer Freundin ohne Verhüllung. Kurz bevor die beiden Ausstiegen, machte mein Freund eine seltene Beobchtung: die betuchte Frau, wickelte ihr Kopftuch ab, steckte es in ihre Tasche und ging von dannen.

Eine andere sehr viel bedrohlichere Entdeckung machte ich in der S- Bahn vor einigen Tagen: auf einem Mülleimer in dem Waggon waren mit Edding die Worte "Juden raus" geschrieben. Ich erschrak ob dieses Anblickes, denn trotz der antisemitischen Realität in Deutschland war mir diese Parole in der Öffentlichkeit lange nicht begegnet (ich glaube das letzte mal in rieseigen Lettern an einer Häuserwand in Polen, das war 1993). Ich fotografierte diesen Mülleimer mit meinem Mobile, die Anwesenden schienen von all dem keine Notiz zunehmen. Am nächsten Tag rief ich bei der S-Bahn an, und bat um sofortige Entfernung, mein Gesprächspartner versicherte mir, daß sie den Waggon mit der Nummer 20 10 sofort herausnehmen würden; prüfen kann ich das nicht, der Typ wirkte aber glaubwürdig, er redete irgendetwas davon, sie würden stets im Interesse ihrer Kunden handeln.

Auf dem Campus in Hamburg

Graffittis, Wandgemälde, gesprühte Parolen in überdemensionierten Lettern gehören wahrscheinlich weltweit zum Bild einer Großstadt, und vor allem zum Inventar jedes Uni- Campus. Da diese meist jenes abbilden, was in den Hirnen der Menschen vor sich geht, wenn keine Reflexion einsetzt, verwundert es wenig, daß die meisten von ihnen mit Aufklärung wenig, mit Regression aber ein ganze Menge zu tun haben. Folgender Rundgang über den Hamburger Unicampus ist demnach eher als ein Hinweis auf deutsche Realität und Normalität zu verstehen als ein Verweis auf einen skandalonen Sonderfall.

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Die Uni liegt im Hamburger Grindelvieltel, jenes Viertel, in welchem bis in die dreißiger Jahre viele Juden wohnten. So ist es nicht verwunderlich, daß angrenzend an den Campus sich bis zum November 1938 eine der Hamburger Hauptsynagogen befand Sie wurde in der Nacht vom 9. auf den zehnten November und erneut zwei Tage später beschädigt; im Frühjahr 1939 wurde die jüdische Gemeinde des Grundstücks enteignet und der Rest der Synagoge abgerissen. Auf dem Platz wurde bald ein Hochbunker errichtet, der heute noch steht und auch zur Universität gehört.