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Israel

Der Judenmord kommt auf die Bühne

Antisemitischer Propagandafilm "Paradise Now" auf der Bühne des Deutschen Schauspielhauses - Hamburger Botschaft - in Hamburg

Aber die Tatsache, daß einer wirklich gewählt hat und Antisemit ist, bleibt so unerklärlich, wie der Umstand, daß es das falsche Ganze überhaupt gibt, das den Antisemitismus stets aufs Neue hervorbringt.
Gerhard Scheit in Suicide Attack, Zur Kritik der politischen Gewalt. 2004

Erinnerung mit Pace Fahne

Gestern
besuchte ich die Eröffnung des "Zug der Erinnerung" Zuges der Erinnerung am Hamburger Hauptbahnhof. Dies ist jener Zug der seit dem Herbst 2007 durch Deutsche Städte rollt und die Geschichte der Deportation vor allem von Kindern anhand von einigen Einzelbeispielen zeigt. Die Initiatorinnen müssen das Geld für die Strecke und für die Liegezeiten in den Bahnhöfen selber aufbringen, weil die Deutsche Bahn – direkter Nachfolgerin des Todestranportuers Reichsbahn – sich weigert, diese Ausstellung zu unterstützen. Anwesend waren nicht weniger als Hundert Personen. Am selben Tag fand in Hamburg der obligatorische Ostermarsch statt, der sich in diesem Jahr besonders gegen die Bundeswehr in Afghanistan und gegen die Anti- Terror Kriege im allgemeinen richtete. Das theoretische Rüstzeug der aktuellen Friedensbewegung liest es sich wie ein Forderungskatalog der Hamas.

Auch der hier abgebildeter Herr (unten) hatte sich auch auf der Versammlung auf dem Bahnsteig eingefunden, auf meine Frage, wie er denn gedenke, Israel vor den Drohungen des Irans zu schützen hatte er selbst redend keine Antwort: die USA wollten ein Krieg gegen das iranische Volk führen, das sehen man ja schon im Irak wo die USA zehntausende Menschen umgebracht hätten. Mit Antisemitismus habe das alles gar nichts zu tun und wenn ich jetzt Ahmadinedschad mit Hitler vergleiche, würde ich die Shoa relativieren. (wobei er nicht Shoa, sondern Faschismus sagte) Außerdem sei ich größenwahnsinnig, wenn ich verhindern wollte, daß es Israel in 50 Jahren nicht mehr gäbe, das alles trug er mit eine Kaltschnäuzigkeit vor, die es mich danach gelüstern lies diesem Mann abwechselnd die Fresse und den Hintern zu verkloppen. Genau so geht es in Deutschland zu wenn von Nationalsozialismus die Rede ist: Aus dem NS folgt: Nie wieder Krieg, und dies wendet sich immer gegen die USA und gegen Israel. Von daher paßte es auch ausgezeichnet, daß die Ausstellungseröffnung in Hamburg genau auf den Tag des Ostermarsches fiel: direkt von der Friedendemonstration zum Zug der Erinnerung, man hatte ja heute schon was gegen Faschismus getan: man hatte gegen den Anti- Terror- Krieg der USA demonstriert, ein Krieg, den man hier nie als einen eigenen wahrnehmen wird, weil man sich in einer Gesellschaft befindet, die sich den Islamisten näher fühlt als ihren Opfern.

Betrifft: Friedensforschung

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Ein Pladoyer für die Schließung eines Fachbereiches

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Vor einiger Zeit gab das Kosmopolitbüro in Marburg die Broschüre "Intifada an der Uni" heraus. Ein Seminar am Institut Politikwissenschaft mit dem Titel "Der Nahostkonflikt und die sozialistische Internationale", in dem Studenten endlich mal ganz offen über Israel vom Leder ziehen durften, veranlaßte die Gruppe damals zu dieser Intervention. Diese Schrift lies die Wellen hochschlagen: während man am Fachbereich mit Nervösität die Autorinnen ausfindig machen wollte wegen unflätigen Beleidungen (und als dieses wird Kritik am Antisemtismus ja immer verstanden) fühlte man sich in der linken Szene durchweg auf den Schlips getreten, immerhin hatte es jemand gewagt, linke Marburger Ikonen wie Kühnl und Abendroth auseinanderzunehmen und darüber hinaus in einem Editorial diverse linke Projekte des mittelhessischen Kleinstädtchens als rückständig, reaktionär und vor allem mit dem Islam kollaborierend zu beschreiben.

Auf dem Campus in Hamburg

Graffittis, Wandgemälde, gesprühte Parolen in überdemensionierten Lettern gehören wahrscheinlich weltweit zum Bild einer Großstadt, und vor allem zum Inventar jedes Uni- Campus. Da diese meist jenes abbilden, was in den Hirnen der Menschen vor sich geht, wenn keine Reflexion einsetzt, verwundert es wenig, daß die meisten von ihnen mit Aufklärung wenig, mit Regression aber ein ganze Menge zu tun haben. Folgender Rundgang über den Hamburger Unicampus ist demnach eher als ein Hinweis auf deutsche Realität und Normalität zu verstehen als ein Verweis auf einen skandalonen Sonderfall.

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Die Uni liegt im Hamburger Grindelvieltel, jenes Viertel, in welchem bis in die dreißiger Jahre viele Juden wohnten. So ist es nicht verwunderlich, daß angrenzend an den Campus sich bis zum November 1938 eine der Hamburger Hauptsynagogen befand Sie wurde in der Nacht vom 9. auf den zehnten November und erneut zwei Tage später beschädigt; im Frühjahr 1939 wurde die jüdische Gemeinde des Grundstücks enteignet und der Rest der Synagoge abgerissen. Auf dem Platz wurde bald ein Hochbunker errichtet, der heute noch steht und auch zur Universität gehört.

Wahnhaftigkeit

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Das kommunale Kino Metropolis in Hamburg zeigt heute den Film "Loose Change", einen Verschwörungstheoretischen, revisionistischen Streifen.

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