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Die Wahrheit siegt im Geheimen

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Vor einem französischem Gericht ist der Medienbeobachter Philippe Karsenty freigesprochen worden, er war wegen Verleumdung des französischen Fernsehsender France2 verurteilt worden, ging in Berufung und hat nun Recht bekommen: Der Prozess lief seit Jahren, ermittelt werden musste, ob Karsenty weiterhin darauf bestehen darf, dass der Junge Mohammed al-Dura am 30. September 2000 nicht von Israelischen Soldaten erschossen worden.

Zur Erinnerung: Kurz nach dem Vorfall lieferte der französische Fernsehsender France2 Bilder des toten Mohammed al-Dura. In einem Gefecht sei er von israelischen Soldaten erschossen worden, das Bild ging um die Welt, für Islamisten war es eine Anfeuerung zur zweiten Intifada, für den europäisierten Teil der Welt ein weiterer Beleg, daß es gute Gründe gäbe, auf der Seite der Feinde Israel sich zu stellen.

Bis heute ist nicht klar, wer genau das Kind erschoss, mehrere Beobachter, die sich seit Jahren mit dem Fall und dem Material befassen, halten es für wahrscheinlich, daß Mohammed al-Dura gar nicht erschossen wurde, also noch lebt, und in der Tat: auf dem auf Yuotube einzusehenden Video ist deutlich zu sehen, daß sich der Junge am Ende noch einmal bewegt.

Eines lässt sich allerdings mit Sicherheit sagen: Mohammed al-Dura ist nicht von israelischen Soldaten erschossen worden, die Szene, die ihn kauernd mit seinem Vater neben einer Betonsäule zeigt, war Teil einer Inszenierung des palästinensischen Dschihads gegen Isarel: Das Bild verbreitete sich im wahrsten Sinne wie ein Lauffeuer in der Arabischen Welt und wurde schnell zum Symbol für den Kampf gegen Israel, zum Beweis: Israel töte kaltblütig kleine Kinder. Die zweite Intifada hatte gerade begonnen und erhielt hier neue Monition. Mohammed al-Dura wird seither als Märtyrer gefeiert, Straßen und Plätze wurden nach ihm benannt, Eltern geben ihren Kindern seinen Namen.
Ebenso sicher ist, das westliche Medien vor allem des alten Europas, willentlich und zum Teil vermutlich auch wissentlich an dieser Art des Kampfes gegen Israel mit getan haben.
Der Fernsehsender France2, in dessen Auftrag der Kameramann Tamal Abu Rahme dieses Bildmaterial lieferte, sendete nicht nur umgehend jene Frequenz dieses Hassvideos, welches die Schuld israelischer Soldaten am Tod des jungen belegen sollte, er sorgte für die umgehende Verbreitung auch in den westlichen Medien.

Der französischer Medienbeobachter Phillppe Karsenty zweifelte an der Richtigkeit der Bilder, kämpft seit dem um eine Aufklärung des Falles und wurde von France2 – zunächst auch erfolgreich - wegen Verleumdung verklagt. Karsenty ging in Berufung – und wurde nun freigesprochen: das französische Gericht sieht in der palästinensischen Darstellung Mordes am zwölfjährigen Mohammed al-Dura eine Inszenierung und sprach Karsenty vom Vorwurf der Verleumdung frei. Nun darf öffentlich darüber nachgedacht werden, inwieweit der Tod des kleine Jungen Teil des Kampfes gegen Israel war. Ein Sieg für die Wahrheit? Sicherlich, die Frage ist nur, inwieweit man hierzulande überhaupt davon Notiz nimmt, Zeitungsartikel lassen sich hierzu in der deutschsprachigen Presse wenige finden: Eine Googel-news Suche zu diesem Thema ergab 2 - in Worten zwei, eins, zwei – Treffer: „die Jüdische“ und „Nachrichten aus Israel“. Ein Bericht in der Sendung titel-thesen-temperamente wurde anmoderiert mit den Worten:

"Jeder Krieg, meine Damen und Herren, generiert abscheuliche Bilder. Und natürlich versucht jede Partei diese Kriegsgrauen der jeweils anderen Seite in die Schuhe zu schieben, in dem sie Bilder mit Legenden versieht, Bilder manipuliert, sogar inszeniert. Mit der ständigen Macht der Bildmedien wird natürlich auch die Macht des Bildes immer größer. Ein Bild sagt mehr als 100 Worte müsste neu heißen: ein gelogenes Bild ist stärker als 1000 mal die Wahrheit. Jetzt wurde ein besonders krasser Fall von mutmaßlicher Bilderlüge von einem Pariser Gericht verhandelt."

Hier kommt die Wahrheit mit einer neuen Lüge ans Licht: nicht alle Staaten produzieren gleichermaßen schreckhafte Lügenbilder, nicht alle Staaten schaffen selber ihre Märtyrer, die sie dann feiern als Opfer im Kampf um eine „gerechte Sache“. Diese Form der Inszenierung ist eine originär islamische Angelegenheit: es werden Bilder produziert, die den jüdischen Staat grausam erscheinen lassen, in der – leider berechtigten- Hoffnung, die Welt würde entsprechend reagieren. Es geht bei der palästinensischen Gesellschaft um ein Racketförmiges Gemeinwesen in dem die Ritualmordlegende im allgemeinen Bewußtsein für wahr genommen wird, in der Menschenmassen auf den Straßen jubeln, wenn Selbstmordattentäter in Israel Junge Menschen durch ein Suicide-Attack ermorden. Die Redaktion von „titel-thesen- temperamente“ suggeriert, es würde sich hier um einen bedauerlichen Einzelfall handeln, und dies ist es in doppelter Hinsicht nicht: in den palästinensischen Gebieten ist es nichts außergewöhnliches, Gräuelbilder gegen Israel zu produzieren, diverse Fälle ließen sich hier aufführen. Auf der anderen Seite nehmen europäische Länder diese Bilder bereitwillig auf, die Berichterstattung über Israel hier ist weitgehend negativ, die Stimmung durchaus dazu bereit, dem uralten antisemitischen Stereotyp, Juden würden Kinder umbringen, zu folgen. Dies nicht zur Kenntnis zu nehmen und zu suggerieren, als ginge es um nicht mehr als um eine „Ente“, wie ttt es tut, bedeutet, dass in einem nächsten Fall wieder begierig die antisemitischen Propagandabilder aufgenommen werden.

Dabei handelt es sich hier nicht um einen singulären Irrtum, der mit einer „Richtigstellung“ zu korrigieren wäre – und wie gesagt, selbst das geschieht so gut wie gar nicht:
Das Urteil aus Paris kann nur dann ein „Sieg für die Wahrheit sein“, wenn erstens darüber berichtet wird, und zweitens der Fall nicht isoliert als eine beliebige Medienmanipulation gesehen wird, sondern wenn der Fall Mouhammed al-Dura als das benannt wird, was er darstellt: als Teil des islamischen Kampfes gegen Israel.

Ausführlich beobachtet und kommentiert wurde dieser Fall von Gudrun Eussner
siehe auch Lizas Welt
Schon im Februar 2007 berichtete Grigori Pantijelew sehr ausführlich.
Einen Artikel aus der Jewish Press findet man hier
eine weiteren Film hier: Muhamed Al-Dura was not killed

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