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"Hören sie mal dem Herrn Steinbach zu"

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Nicht verteiltes Flugblatt zu einer Veranstaltung mit Udo Steinbach am 29.1.2009 in Marburg

Steinbach, damals Leiter des vom Außenministerium finanzierten Deutschen Orient-Instituts, fragte sich am 6. Januar 2003 in Salzgitter öffentlich: "Wenn wir sehen wie israelische Panzer durch palästinensische Dörfer fahren und sich die verzweifelten Menschen mit Steinen wehren, dann müssen wir im Blick auf Warschau und im Blick auf den Aufstand der Juden im Warschauer Ghetto auch fragen dürfen, war das dann nicht auch Terror?"

Eigentlich wäre damit alles gesagt: Steinbach ist ein notorischer Antisemit, der schamlos seine Ressentiments zur Schau stellt. In einer an Aufklärung, Emanzipation und Freiheit interessierten Gesellschaft hätte er sich ein für all mal disqualifiziert und es wäre egal, was oder wo er denkt, es interessierte sowie so keinen. Aber die Realität hier sieht anders aus, gänzlich anders: Udo Steinbach darf an der Uni Marburg als Gast- Professor fungieren und es steht zur Frage, was Menschen bei ihm wohl lernen, aber wahrscheinlich hat er nicht unrecht wenn er über seine Studenten sagt: „Das (Auschwitz)interessiert die Leute eigentlich gar nicht mehr so, was sie mehr interessiert, ist Gaza.“(in einer Sendung hart aber fair")

Ein Indiz dafür, dass Udo Steinbach hier in all seinem Wahn richtig liegt, zeigt schon die Tatsache, dass es Menschen geben wird, die sich heute Abend seinen Vortrag anhören werden. So lauschen sie einem Mann in voller Kenntnis der Tatsachen, die unter anderem darin bestehen, dass er Sätze wie folgendem von sich gibt: „...da (in Palästina, die Verf.) war doch viel Raum, und dann sind sie gekommen, und es sind noch mehr gekommen und dann waren sie fünf Millionen, die jüdische Siedler.“ Der Herr mit dem Raumproblem im Nahen Osten sagt hier ein weiteres mal, dass er findet, dass Juden dort einfach nichts zu suchen hätten.

Auch dürfte bekannt sein, dass Udo Steinbach in Juden nichts anderes sehen kann, als Vertreter dessen, was der Antisemit als Weltjudentum herbei halluziniert. An Friedman im Polit-talk hart aber fair wandte er sich mit folgenden Worten: „Sie rechtfertigen ja auch die Politik Israels, da kann man ja auf die die kommen, sie wären selber einer.“ Wie alle Antisemiten meint Steinbach, Juden gehörten eigentlich nicht hier her, sondern nach Israel, und ebenfalls im Einvernehmen mit dem antisemitischen Kanon, weiß er auch, wer Schuld sein soll am Antisemitismus: Israel selber. So wie Friedman sich die Angriffe gegen ihn während der Sendung selber zuzuschreiben habe -er muss sich ja nicht unbedingt auf Israels Seite stellen, er könnte es mit ihm halten und der terroristischen Hamas den Rücken frei halten - so habe auch Israel, solange es existiert, den Hass gegen sich, der zur Zeit im Europa mit am stärksten zu sein scheint, selber zu verantworten.

Auf einer Kundgebung in Marburg trat er gleich als Prophet der Islamisten auf, in dem er drohte: „… Dies ist eine Botschaft, die nicht nur Sie als Palästinenser hören sollen, sondern … das müsste man auch in Israel hören: Eines Tages ist der Goliath besiegbar.” Ja, so macht er sich zu einem wahren Botschafter des Friedens, eines Friedens, wie ihn die Islamisten aller Couleur herbeisehnen: In ihrem Paradies hört zunächst Israel auf zu existieren, hernach wird der Rest der Welt von jeglichem Individualismus, Humanismus, Fortschritt und Aufklärung befreit.

Bleibt die Frage, wozu diese Schrift, es scheint aussichtslos, Leuten erklären zu wollen, dass mit Herrn Steinbach keine Töpfe der Aufklärung gewinnen zu sind. Wie sollte man ihnen begreiflich machen, dass der oben erwähnte Ghetto- Vergleich mitnichten ein Problem der „Philologie“ ist, wie Steinbach bei Plasberg meinte: wem das nicht sofort einleuchtet, dem wird man es nicht erklären können. Aber eines wäre relevant hier auszusprechen: Udo Steinbach ist ein Kriegstreiber und ein Holocaust-Leugenr, wer meint etwas von ihm lernen zu können, an der Uni, oder heute auf dieser Veranstaltung, ist entweder dumm oder weiß genau, dass er an einem Werk der Vernichtung mit tut.

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