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Jüngst in der konkret

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Manchmal fragt man sich, warum Leute tun was sie tun. Weil man aber weiß, daß man mit dieser Frage oft schnell überfordert ist, geht man einen Schritt zurück und fragt sich ganz verwundert: was tun diese Leute?

In diesem Fall geht es um die konkret, die in ihrer März- Ausgabe auf zwei Seiten elf Antisemitische Karikaturen aus diversen arabischen Zeitungen nachdruckt. Überschrieben ist das ganze mit "Dschi-ha!-ha!-ha!-had", was mich sowohl an das Wort Dschihad, aber auch an ein ausgedehntes Hatschi! denken läßt. Diese Seite soll dokumentieren, welch antisemitischer Dreck täglich in den arabischen Zeitungen ausgeniest wird. "Moslems darf man nicht provozieren, weshalb es nicht statthaft ist, ihren Chef in Cartonns abzubilden" wird dem Leser erklärt, und weiter: "Worüber wird eigentlich im Morgenland gelacht?" Aber warum muß man denn, um hierüber aufzuklären, diesen Mist auch noch abdrucken? Wäre nicht ein Artikel über die antisemitischen Medien in diesen Ländern wesentlich aufschlußreicher gewesen? Antisemitismus mit antisemitischen Karikaturen zu bekämpfen ist in etwa so, als wenn man einem Feuerwehrlehrling das Bild eines brennenden Hauses zeigen - es nützt nichts.

Schlimmer aber noch als die Dokumentation dieser Zeichnungen ist der Kontext, in den sie gestellt werden: nach den letzten Wochen des Cartoon- Djihads wirken diese Seiten wie eine Retour: sie vermitteln den Anschein, als würden antisemitische Karikaturen irgendetwas gemein haben mit den Cartoos über den Terror- Islam der Jyllands Posten in Dänemark, als wären sie auch eine Form der Religionskritik, nur eben eine, die man nicht mag. Es wirkt ein wenig so, als würde man Islamisten der Heuchelei beschuldigen: was regt ihr Euch so auf, ihr droht den Juden viel schlimmeres an. Aber erstens sagen Islamisten auch nichts anderes, sie heucheln nicht, sie verbergen ihren Hass auf Juden nicht, er gehört zu ihrem dasein genauso, wie ihr Haß auf den Westen und dessen Freiheit, Propheten aller Art zu beleidigen. Und zweitens haben antisemitische Zeichnungen mit spöttischen Karikaturen nichts aber auch gar nichts gemein. Dies wird zwar auch nicht in der konkret behauptet, allgemein aber steht zu befürchten, daß es sich durchsetzen wir, die Karikaturen über Mohammed als willkommenmen Alaß zu sehen, sich nun endlich auch einmal antisemitsich gehen zu lassen. Schade, daß die konkret nicht nur diese Differenz nicht benennt, sondern die Einebnung von Kritik und Antisemitismus vormacht.

NEIN!

NEIN!

Es muß gezeigt werden, was in der islamischen Welt längst schwelt; wie abnorm die Weltsicht ist, die in dieser Szene als normal betrachtet wird.
Diese kranken Bilder sagen uns viel mehr als Worte, sie bieten einen Blick in die zugehörigen Köpfe und man sollte der Zeitschrift dankbar sein, daß sie sie gedruckt hat.
Übrigens sind Bilder von islamischen Demonstrationen mit ähnlichen Inhalten (auf Plakaten) vielerorts gezeigt worden - vermutlich ohne Ihren Protest.

Ein Satz wie in ihrem Artikel "sie heucheln nicht" läßt sich - gerade angesichts des verlogenen Auftritts mancher in der BRD angesiedelten Tarnverbände - geistig nicht mehr nachvollziehen.

Freilich hat der abgedruckte islamistische Schmutz nichts mit den westlichen Kulturen zu tun - aber wie könnte man das besser beweisen als durch Gegenüberstellung?

MFG

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