Über die Tatsache, daß in den letzten Wochen Land auf, Land ab man vor antisemitischen Demonstrationen nicht sicher ist, hat Lizas Welt schon einiges geschrieben. So auch am letzten Samstag in Hamburg, als die Palästinensische Gemeinde, der Deutsch-Palästinensische Frauenverein Hamburg, der Flüchtlingsrat Hamburg e.V., die Schura und einige andere unter dem Motto "Gaza: Hamburg steht auf!" zu einer Kundgebung auf dem Jungfernstieg aufriefen. Gekommen waren ungefähr 500 Leute, etwa zwei Drittel von ihnen hatten offenbar einen muslimischen, der Rest einen pazifistischen Hintergrund, soweit man das beurteilen und differenzieren kann. Angemerkt sei, daß die Passanten von der gegenüberliegenden Seite, soweit sie etwas vor sich hinmurmelten, eher angewidert waren.
Obwohl sich die Bilder irgendwie immer ähnlich sind, hier eine Auswahl:

Zwei Frauen mit eingerolltem Hass-Banner auf dem stand: Stoppt das Massaker in Gaza

Eine Frau und ein Schild, auf dem zu lesen steht: "Kindermörder Israel"

Kreativ ist man auch

Mann mit Schild - kein Kommentar

Mit Hass kommen wir nicht weiter
Die Worte antisemitisch und Nazis sind für mich genauso einer friedlichen Lösung in Nahost abträglich wie die Bezeichnungen Völkermord und Holocaust für die Opfer des israelischen Eingreifens im Gaza Streifen 2009.
Einige der demonstrierenden Frauen kenne ich als Ehefrauen von Palästinensern, die in einem Palästina ohne Kreig leben wollen. Sie wollen nicht, wie die Nazis, eine Versklavung der sogenannten nichtarischen Völker oder eine Psychische Vernichtung bestimmter sogenannter Rassen oder gar einen Weltkrieg dazu führen.Nur die dies wollen,neben der Diktatur statt Demokratie, darf man Nazis nennen.
Sie haben doch eine Arbeit über den Sinn der Gedenkstätten neuengamme und ravensbrück geschrieben. Weshalb gehen Sie so leichtfertig mit den Begriffen Nazis und Antisemiten um . Sie erzeugen damit doch möglicherweise neuen Hass.
Die Antihitlerkoalition , heute UN genannt, hat 1948 den Menschen jüdischen Glaubens , die dies wollten, ein bestimmtes Gebiet zur Einrichtung eines Staates mit jüdischen Einwanderern übergeben. Leider hat die erste und folgende Regierungen in Israel die Grenzen dieses Gebietes nicht anerkannt, die nicht jüdischen Bewohner( Palästinenser) ebenso nicht: Folge :Bürgerkrieg.
Die Lösung kann nur sein, dass die Grenzen von 1948 anerkannt werden( wie sie auch alle Kolonialvölker Afrikas für ihre Unabhängigkeit anerkennen mußten).
Meiner Ansicht nach wird diese Lösung politisch von den Palästinenser inzwischen anerkannt( Osloer Abkommen), nur Israel meint noch wegen des sogenannten Existenzrechtes des israelischen Volkes ( Menschen können ein Existenzrecht haben, Staaten haben ein Souveränitätsrecht in ihren Staatsgrenzen) seine Gebietsansprüche weiter über die UN Grenzen hinaus ausweiten zu müssen ( Siedlungspolitik in die fruchtbaren Gebiete außerhalb der UN Grenzen)
Was ist den das sonst...
was man auf diesen Bildern sieht, wenn nicht blanker Antisemitismus? Was beschreibt, bzw fordert die Charta der Hamas wenn nicht die Auslöschung des Staates Israel? Wie soll man denn die Verfasstheit der Palästinensischen Gesellschaft vor allem im Gaza Streifen beschreiben? Wissen Sie, was sich die meisten Kinder dort zu werden wünschen?
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