Direkt zum Inhalt

Hamburg

Eine Stimme aus dem Hamburger Sumpf

Ich lese gerade Hermann L. Gremliza in der konkret: er interviewt Claude Lanzmann: "Monsieur Claude Lanzmann, vor einigen Wochen wollte eine linke Hamburger Gruppe Ihren Film "Pourquoi Israel" vorführen. Das hat eine andere Gruppe, deren Mitglieder sich für Antiimperialisten halten, verhindert. Es kam zu einer hysterischen Auseinandersetzung, in der die einen behaupten, die anderen hätten sie als "Judenschweine" beschimpft. Ich nehme an, man hat diese Geschichte auch Ihnen erzählt. Ich halte das für eine dumme Erfindung" Es sei, so führt Gremliza später aus, ein Kennzeichen linker Antisemiten, alles dafür zu tun, nicht als solche erkannt zu werden. Ach ja, wirklich? Deswegen legte man einst eine Bombe in ein jüdisches Gemeindehaus, selektierte jüdische von nicht jüdischen Passagieren in Entebbe, schwadroniert davon, die deutsche Linke hätte einen "Judenknacks", weswegen sie sich angeblich weigere, den Palästinensern ihre Solidarität offen gegen Israel zu zeigen?

Nazis auf dem Jungfernstieg am 10.01.2009

Über die Tatsache, daß in den letzten Wochen Land auf, Land ab man vor antisemitischen Demonstrationen nicht sicher ist, hat Lizas Welt schon einiges geschrieben. So auch am letzten Samstag in Hamburg, als die Palästinensische Gemeinde, der Deutsch-Palästinensische Frauenverein Hamburg, der Flüchtlingsrat Hamburg e.V., die Schura und einige andere unter dem Motto "Gaza: Hamburg steht auf!" zu einer Kundgebung auf dem Jungfernstieg aufriefen.

Hamburg für Israel! – Solidaritätskundgebung am 17.01.2009

Posted in

Nachdem nun die Hamas- Freunde in Hamburg schon zwei mal aufgelaufen sind, und ganz friedlich gegen Israel demonstriert haben, in ganz friedlichen Absichten Zionismus mit Faschismus und den Gaza mit dem Holocaust identifiziert haben, ruft nun ein "Bündnis Hamburg für Israel"
zu einer Solidaritätskundgebung auf dem Ida-Ehre-Platz in Hamburg am Samstag, den 17. Januar (18.00 Uhr) auf.

Bisher rufen folgende Organisationen zu der Kundgebung auf:

Der Judenmord kommt auf die Bühne

Antisemitischer Propagandafilm "Paradise Now" auf der Bühne des Deutschen Schauspielhauses - Hamburger Botschaft - in Hamburg

Aber die Tatsache, daß einer wirklich gewählt hat und Antisemit ist, bleibt so unerklärlich, wie der Umstand, daß es das falsche Ganze überhaupt gibt, das den Antisemitismus stets aufs Neue hervorbringt.
Gerhard Scheit in Suicide Attack, Zur Kritik der politischen Gewalt. 2004

Erinnerung mit Pace Fahne

Gestern
besuchte ich die Eröffnung des "Zug der Erinnerung" Zuges der Erinnerung am Hamburger Hauptbahnhof. Dies ist jener Zug der seit dem Herbst 2007 durch Deutsche Städte rollt und die Geschichte der Deportation vor allem von Kindern anhand von einigen Einzelbeispielen zeigt. Die Initiatorinnen müssen das Geld für die Strecke und für die Liegezeiten in den Bahnhöfen selber aufbringen, weil die Deutsche Bahn – direkter Nachfolgerin des Todestranportuers Reichsbahn – sich weigert, diese Ausstellung zu unterstützen. Anwesend waren nicht weniger als Hundert Personen. Am selben Tag fand in Hamburg der obligatorische Ostermarsch statt, der sich in diesem Jahr besonders gegen die Bundeswehr in Afghanistan und gegen die Anti- Terror Kriege im allgemeinen richtete. Das theoretische Rüstzeug der aktuellen Friedensbewegung liest es sich wie ein Forderungskatalog der Hamas.

Auch der hier abgebildeter Herr (unten) hatte sich auch auf der Versammlung auf dem Bahnsteig eingefunden, auf meine Frage, wie er denn gedenke, Israel vor den Drohungen des Irans zu schützen hatte er selbst redend keine Antwort: die USA wollten ein Krieg gegen das iranische Volk führen, das sehen man ja schon im Irak wo die USA zehntausende Menschen umgebracht hätten. Mit Antisemitismus habe das alles gar nichts zu tun und wenn ich jetzt Ahmadinedschad mit Hitler vergleiche, würde ich die Shoa relativieren. (wobei er nicht Shoa, sondern Faschismus sagte) Außerdem sei ich größenwahnsinnig, wenn ich verhindern wollte, daß es Israel in 50 Jahren nicht mehr gäbe, das alles trug er mit eine Kaltschnäuzigkeit vor, die es mich danach gelüstern lies diesem Mann abwechselnd die Fresse und den Hintern zu verkloppen. Genau so geht es in Deutschland zu wenn von Nationalsozialismus die Rede ist: Aus dem NS folgt: Nie wieder Krieg, und dies wendet sich immer gegen die USA und gegen Israel. Von daher paßte es auch ausgezeichnet, daß die Ausstellungseröffnung in Hamburg genau auf den Tag des Ostermarsches fiel: direkt von der Friedendemonstration zum Zug der Erinnerung, man hatte ja heute schon was gegen Faschismus getan: man hatte gegen den Anti- Terror- Krieg der USA demonstriert, ein Krieg, den man hier nie als einen eigenen wahrnehmen wird, weil man sich in einer Gesellschaft befindet, die sich den Islamisten näher fühlt als ihren Opfern.

Inhalt abgleichen
Customize This