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Hamburg

U- und S- Bahn fahren in Hamburg

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In Hamburg kommt man um das Benutzen der öffentlichen Verkehrsmittel gar nicht rum. Das ist teuer, hat aber den Vorteil, daß man auch einiges sieht und beobachten kann. Meind Freund zum Beispiel berichtete mir letztens, dass er eine junge Frau mit Koptuch in der U-Bahn beobachtet hat, die erwartungsvoll lächelte, sie war in Begleitung einer Freundin ohne Verhüllung. Kurz bevor die beiden Ausstiegen, machte mein Freund eine seltene Beobchtung: die betuchte Frau, wickelte ihr Kopftuch ab, steckte es in ihre Tasche und ging von dannen.

Eine andere sehr viel bedrohlichere Entdeckung machte ich in der S- Bahn vor einigen Tagen: auf einem Mülleimer in dem Waggon waren mit Edding die Worte "Juden raus" geschrieben. Ich erschrak ob dieses Anblickes, denn trotz der antisemitischen Realität in Deutschland war mir diese Parole in der Öffentlichkeit lange nicht begegnet (ich glaube das letzte mal in rieseigen Lettern an einer Häuserwand in Polen, das war 1993). Ich fotografierte diesen Mülleimer mit meinem Mobile, die Anwesenden schienen von all dem keine Notiz zunehmen. Am nächsten Tag rief ich bei der S-Bahn an, und bat um sofortige Entfernung, mein Gesprächspartner versicherte mir, daß sie den Waggon mit der Nummer 20 10 sofort herausnehmen würden; prüfen kann ich das nicht, der Typ wirkte aber glaubwürdig, er redete irgendetwas davon, sie würden stets im Interesse ihrer Kunden handeln.

Auf dem Campus in Hamburg

Graffittis, Wandgemälde, gesprühte Parolen in überdemensionierten Lettern gehören wahrscheinlich weltweit zum Bild einer Großstadt, und vor allem zum Inventar jedes Uni- Campus. Da diese meist jenes abbilden, was in den Hirnen der Menschen vor sich geht, wenn keine Reflexion einsetzt, verwundert es wenig, daß die meisten von ihnen mit Aufklärung wenig, mit Regression aber ein ganze Menge zu tun haben. Folgender Rundgang über den Hamburger Unicampus ist demnach eher als ein Hinweis auf deutsche Realität und Normalität zu verstehen als ein Verweis auf einen skandalonen Sonderfall.

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Die Uni liegt im Hamburger Grindelvieltel, jenes Viertel, in welchem bis in die dreißiger Jahre viele Juden wohnten. So ist es nicht verwunderlich, daß angrenzend an den Campus sich bis zum November 1938 eine der Hamburger Hauptsynagogen befand Sie wurde in der Nacht vom 9. auf den zehnten November und erneut zwei Tage später beschädigt; im Frühjahr 1939 wurde die jüdische Gemeinde des Grundstücks enteignet und der Rest der Synagoge abgerissen. Auf dem Platz wurde bald ein Hochbunker errichtet, der heute noch steht und auch zur Universität gehört.

Wahnhaftigkeit

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Das kommunale Kino Metropolis in Hamburg zeigt heute den Film "Loose Change", einen Verschwörungstheoretischen, revisionistischen Streifen.

KZ Gedenkstätten - Neuengamme und Ravensbrück

Entstehung und gesellschaftliche Rahmenbedingungen von KZ Gedenkstätten in der BRD und in der DDR - an den Beispielen Neuengamme und Ravensbrück
Diplomarbeit im Fachbereich Gesellschaftswissenschaften und Philosophie (Fach Politikwissenschaft) der Universität Marburg, vorgelegt von Silke Opfer im Januar 2002

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Komplette Arbeit im Portable Document Format (Kostenloser Acrobat Reader erforderlich; 153 Seiten, Dateigröße 1.073.570 Byte)

A call: Manifestation on May 12th 2002 in Berlin

May 8th 1945 - May 14th 1948
Never forget! Solidarity with Israel!

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After the unconditional surrender of Nazi Germany on May 8th 1945, Jewish survivors, who had survived concentration camps, exile, resistance and illegality, began to search for a place, which could provide effective protection from anti-Semitism. In a world, which was organized in nations, where anti-Semitism continued to exist in spite of and then because of Auschwitz, it seemed obvious to found their own state for this purpose. It is true, that there was a Zionist movement before: But the foundation of the state of Israel on May 14th 1948 was a consequence from the Shoa in the first place.

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