Am 12. April wurde in Antwerpen der 17 jährige Joe van Holbeeck durch fünf Messerstiche umgebracht, mitten am Tag, mitten in der Stadt. Die Ermittlungen wiesen zunächst auf nordafrikanische Jugendliche hin - doch es stellte sich heraus, daß dies nicht der Fall gewesen ist. Daß man über diesen Mord dennoch erschrocken sein könnte, kam der Frankfurter Rundschau nicht in den Sinn: für diese Zeitung war der Mord des 17-jährigen erst eine Nachricht wert, als sie nicht den Mord selber, sondern die angeblich rassistischen Reaktionen darauf zu ihrem Thema machen konnte und rassistisch heißt hier selbstverständlich islamfeindlich. So titelte diese Zeitung denn auch "Raubmord in Belgien löst islamfeindliche Hetze aus." Angesichts der Brutalität dieser Tat kann man diese Überschrift nurmehr als zynisch und empathielos bezeichnen.
Dabei gibt es keinen Grund für die Annahme, in Belgien könnte sich so etwas wie eine islamfeindliche Stimmung entwickeln, im Gegenteil: Antizionismus gehört dort zum alltäglichen Selbstverständnis, islamische Organisationen bemühen sich seit Jahren - und dies mit zunehmendem Erfolg- antisemitische Stimmung zu verbreiten und der jüdischen Bevölkerung Angst zu machen. Mehr dazu lesen Sie hier: Wir können nichts mehr tun, Bahamas 47/2005

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